Rückwärtslaufen auf dem Crosstrainer

Rückwärtslaufen auf dem Crosstrainer

Dem Rückwärtslaufen wird seit langer Zeit die Bedeutung einer eigenen Disziplin beigemessen. Es gibt eigene Wettbewerbe, wo lange Strecken auf diese ungewöhnliche Weise zurückgelegt werden. Trotzdem sind die Vorteile ziemlich unbekannt. Auch das Rückwärtslaufen auf dem Crosstrainer hat seine Vorteile, welche wir nach einer kurzen Erläuterung des Rückwärtslaufen im Allgemeinen betrachten möchten.

Dabei tritt der Läufer mit den Fersen auf und der Rücken bleibt nach vorne gerichtet – der Blick aber nach hinten. Diese Vorstellung klingt unnatürlich und die Vorteile sind nicht so leicht erkennbar: Nämlich eine Steigerung des Koordinationsgefühls, die ausgleichenden Belastung von Muskeln und Gelenken und ein sehr hoher Kalorienverbrauch. Eine besondere Herausforderung kommt außerdem auf die Konzentrationsfähigkeit zu: Durch den Nachteil der „falschen“ Positionierung der Augen muss man sich weit stärker auf den Vorgang konzentrieren, damit man sich nicht verletzt.

Aber auch darin ist letztlich ein Plus zu sehen: das eigene Körpergefühl wird besser, die Sinne werden sensibilisiert und mit ausreichender Übung wird die Verletzungsgefahr im täglichen Leben dafür geringer, weil die neu trainierten Reflexe völlig anders konditioniert sind. Das Gleichgewicht wird trainiert und die allgemeine Körperhaltung verbessert.

Keine Verletzungsgefahr beim Crosstrainer

Das Risiko, sich zu verletzen ist natürlich beim freien Lauf weit höher, als wenn man nach sich vorne oder nur am Crosstrainer bewegt. Nur das Rückwärtslaufen auf ihm birgt keine oder kaum Verletzungsgefahren in sich. Auf diese Weise kann der oben beschriebene Effekt ohne Bedenken erzielt werden.

Daneben setzt man diese Technik gerne zum Trainieren der Fußsohlen ein, welche bei der normalen Verwendung des Crosstrainers manchmal mit kleineren Reaktionen auf die ungewohnte Bewegung reagieren. Dabei wird Taubheit oder ein leichtes Brennen wahrgenommen. Rückwärtsgehen oder -laufen wirkt dem entgegen.

Rückwärtslaufen auf dem CrosstrainerEs ist nicht nur das ungefährliche Umfeld ein Vorteil des Crosstrainers, sondern auch die stets vorhandene Möglichkeit zum Abstützen der Arme. Damit hat man immer einen stabilen Halt und fühlt sich sicher. Die Arme werden intensiver trainiert als beim nach vorne gerichteten Einsatz. Natürlich geht es rückwärts langsamer. Die Herausforderung ist anderer Natur und Schnelligkeit ist hier nicht der Maßstab, zumindest nicht am Anfang. Diese steigert sich automatisch, wenn der Betreffende so weit ist.

Es ist leider nicht jedes Gerät für das Rückwärtslaufen auf dem Crosstrainer geeignet. Vor der Anschaffung eines Geräts für Zuhause sollte man sich bewusst machen, ob man es machen möchte oder ob die eigentliche Verwendung seinen Sinn erfüllt. Man muss sich klar darüber sein, dass die Anschaffung nur bei langfristiger Zufriedenheit Sinn macht: Es ist möglich, dass eine intensive Benützung des Crosstrainers nach einigen Jahren eintönig wird und Steigerungen irgendwann nicht mehr wirklich möglich sind.

Gerade dann aber kann das Rückwärtslaufen auf dem Crosstrainer nicht nur der Verwendung wieder Spaß verleihen und neue Herausforderungen bieten, sondern auch für einen Ausgleich sorgen. Die neu herausgeforderten Muskelpartien, ein noch höherer Kalorienverbrauch und die oben erwähnten positiven Auswirkungen rechtfertigen den vermutlich höheren Gerätepreis. Wem der Kalorienumsatz wichtig ist, aber nicht viel Zeit zum Sporteln hat, sollte bevorzugt Rückwärtslaufen praktizieren.

Diese Aspekte für eine ausgewogene Kaufentscheidung werden einem Durchschnittsverbraucher oder Anfänger normalerweise erst später bewusst. Viele wissen bei der Anschaffung noch nicht, dass ein Gerät mit dieser Funktion auf Dauer betrachtet ein großes Plus darstellt.

[av_hr class=’short‘ height=’50‘ shadow=’no-shadow‘ position=’center‘]Foto: © Spofi – Fotolia.com

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