Crosstrainer Stiftung Warentest 2013

Die Erkenntnisse der Stiftung Warentest aus den vergangenen Jahren hinsichtlich Crosstrainer kursieren, selbst in modifizierter Form, jahrelang im Internet und sind dabei häufig überholt. Manche Seiten locken in der Headline mit „Test 2013“ und erst im Kleingedruckten wird auf das eigentliche Alter der zitierten Tests hingewiesen. Sinn machen freilich nur die neuesten Erkenntnisse, alles andere beeinträchtigt eher die Entscheidungsfindung und verzerrt den gültigen Informationsgehalt.

Stiftung Warentest resümiert über ihre aktuellen Ergebnisse aus der Untersuchung 2013 indem sie es in wenigen Worten auf den Punkt bringt: „Billige bringen´s nicht“ lautet die Devise für Anschaffungen der beliebten Geräte und doch tummeln sich vielgepriesene Modelle zum „unschlagbaren Discountpreis“ am Markt. Dass billig hier eigentlich teuer kommt, lässt sich den Produktangaben freilich nicht entnehmen und gerade Anfänger ohne näheres Basiswissen fühlen sich zurecht verlockt.

Eingangs werden die Ergebnisse des Robert Koch Instituts in einem aktuellen Gesundheitsbericht zitiert, demzufolge der Einsatz von Home-Trainern den Deutschen geradezu ans Herz wird. Sogar von einer längeren Lebenserwartung mit nur einer Viertelstunde täglich an körperlicher, leichter Betätigung wird ausgegangen. Die meist gekauften Geräte wurden auf ihre Effizienz und ihr Preis-Leistungsverhältnis hin untersucht.

Bei der Beliebtheit liegen Fahrrad-Trainer für zuhause nur knapp hinter den Crosstrainern, allerdings bejahen zugunsten Letzterer die Experten eine höhere Sinnhaftigkeit: Der Oberkörper wird im Vergleich zum Fahrrad-Training mit einbezogen und nur der Crosstrainer zeichnet sich mit seiner gelenkschonenden Funktionsweise aus.

Schlechteste Zeugnisse für „klappbare Crosstrainer“

Die Führerrolle in Sachen Sinnlosigkeit nehmen klappbare Geräte ein, die tatsächlich einfach und platzsparend im kleinsten Wohnzimmer untergebracht werden könnten. Mehr Sinnesgehalt wird dieser Anschaffung allerdings nicht beigemessen, wodurch sich der Sinn und Zweck bis in sein Gegenteil verkehren. Denn weder die Funktionalität an sich wirkt wie oben beschrieben, noch sind sie stabil.

Unbeliebtester Fehlkauf: Aktionsangebot von Christopeit Walker

Häufig als „Aktion“ um weniger als 100 Euro angeboten, erwarben viele Konsumenten den zusammenklappbaren Crosstrainer „Christopeit Walker“ der eigentlich guten Marke. Er weist weder Pulsmesser auf und lässt nicht einmal einen  Widerstand einstellen – dadurch bietet er nur ein einziges Programm ohne jegliche Steigerungsmöglichkeit. Monotonie ist die Folge. Nur durch ein längeres Training ist mit ihm eine Steigerung möglich. Gezieltes Trainieren gibt es somit fast nicht und die Verwendung wird langweilig. Hingegen beansprucht der Klappvorgang selber viel Zeit und Energie seiner Besitzer, die allerdings nur sehr ungern aufgewendet werden.

Reebok: hervorragende Werte – nur Schadstoffe als „No-Go“

Der Reebok-Crosstrainer „i Trainer 5“, gesehen um 330 €, eignet sich als Heimtrainer sehr gut –  katapultiert sich allerdings mit Schadstoffen in den Griffen selber ins Abseits. Die Weichmacher können menschliche Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen und über schwitzende Handflächen ins Blut gelangen. Hinzugefügt wird generell, dass die Pulsmessgeräte am Griff nicht exakt sind und es wird die Verwendung eines externen Pulsmess-Geräts zuzüglich zu jedem Modell empfohlen.

Crosstrainer Stiftung Warentest Exkurs 2011

Die Stiftung Warentest recherchierte 2013 weiter, ob die der Testsieger aus 2011 noch erhältlich sind und stieß dabei auf positive Erkenntnisse: So ist der Kettler CTR 3, damals mit der Gesamtnote „Gut“ um durchschnittlich 800 € noch immer zu haben. Das Modell Kettler Saturn E, ebenfalls mit einem „Gut“ bewertet, kostet auch heute noch im Schnitt 800 €. Der Christopheit CXM 6, zwar auch mit „Gut“ reflektiert, aber mit einer besseren Benotung im Detail, ist sogar um nur 450 € nach wie vor am Markt erhältlich.

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