Crosstrainer oder Spinningbike?

Hier wird von ziemlich unterschiedlichen Trainingssystemen gesprochen. Daher ist es die jeweilige Zielsetzung der betroffenen Person und die Übereinstimmung dessen, was sie beim Trainieren als angenehm wahrnimmt oder nicht, was für eine Kaufempfehlung auszusprechen ist. Nur subjektive Elemente finden bei dieser Wahl zur Präferenz des Einen oder Anderen. So kann zum Beispiel der Umstand, dass man neben dem Biken zuhause auch Fernsehen kann, sehr wohl zu Entscheidungsrelevanz führen – etwa dann, wenn sich das Zeitfenster fürs Trainieren in Konkurrenz zu bestimmten Sendungen befindet oder wenn überhaupt die Berieselung zur Entspannung und Wohlbefinden entscheidend beiträgt.

Allgemein bedeutsamer ist das Ausmaß des benötigten Platzes zum Aufstellen: hier gewinnt meist das Spinning-Bike. Das kann aber im Einzelfall, nämlich modellabhängig, auch umgekehrt sein – gerade die trendigen Modelle an Crosstrainer tragen der Kompaktheit ausgezeichnet Rechnung während ältere Spinning-Bikes in ihrer Ausführung noch auf ganz andere Aspekte ausgerichtet wurden.

Crosstrainer oder Spinningbike – Unterschied beim Kalorienverbrauch

Beim Spinning-Bike soll der Verbrauch pro Stunde zwischen 400 bis 700 Kilokalorien liegen. Wem ganz genaue Zahlen wichtig sind, sollte diesen Punkt sorgsam recherchieren und nur seriöse Erkenntnisse in die Entscheidung mit einbeziehen – hier divergieren die Angaben häufig, je nach Informationsbereitsteller.

Man muss dazu wissen, dass der konkrete Verbrauch vor allem von der persönlichen Konstellation abhängt und immer ein Resultat der eigenen, momentanen Statur ist: Jemand mit 100 kg und in jungen Jahren verbraucht in Zahlen bei derselben Betätigung mehr Kalorien als eine Mittvierzigerin mit 45 kg Körpergewicht – in Relation zum Körper bedeutet dies aber dasselbe.  Wer starr an publizierte Zahlen glauben will, sollte zumindest eine Durchschnittswert darin sehen um nicht völlig falsch liegen zu können.

Genauso sind die Zahlen beim Crosstrainer zu betrachten. Es gibt grundsätzlich zu beiden Geräten von heute eine EDV-Ausstattung, die anhand der Eingabe relevanter Daten zur Person ziemlich genaue Angaben machen können. Liest man aber nur irgendwo, dass die Betätigung am Crosstrainer pro Stunde dem Abbau von 1000 Kilokalorien dient, sollte überprüft werden, inwieweit das für sich selber zuträfe. Bei einer Person mit 65 kg sollen es je Stunde rund 650 an der Zahl sein.

Beim Abnehmen herrschen in Relation zu konkreten Zahlen scheinbar Ungleichheiten – aber nur am ersten Blick: Sehr schwergewichtige Menschen verlieren in Summe anfangs weit mehr an Kilos als solche, die ohnehin nur mit etwas Hüftspeck kämpfen. In Relation zur Gesamterscheinung ist das dasselbe – so halten zumindest die Naturgesetze selber die Waage und schaffen insofern ein Gleichgewicht. Aber auch bei nur ungefährer Kenntnis des Kalorie4nverbrauchs kann man den Crosstrainer hier als Gewinner bezeichnen.

Für die Kondition und Ausdauer gibt es keine spürbaren Unterschiede, welche die Auswahl zwischen Crosstrainer oder Spinningbike sinnvollerweise beeinflussen könnten. Bei den beanspruchten Muskeln aber ergibt sich sehr wohl ein wesentlicher Unterschied.

Muskeltraining: Spinnigbikes trainieren nur Beinmuskel!

Radfahren und somit auch das Spinningbike dienen dem Aufbau der Beinmuskeln. Wer das möchte, liegt mit diesem goldrichtig. Wer aber zum Allgemeinbefinden beitragen möchte und vor allem eine ausgewogene Beanspruchung aller Muskelgruppen sucht, der sollte sich für einen Crosstrainer entscheiden.

Und auch dem Fernsehfreak sei an dieser Stelle etwas Trost beschert: Natürlich beeinträchtigt das eigene Auf und Ab die Aufnahmefähigkeit der Fernsehsendung. Richtig verpassen wird man dennoch nichts und eine leichte Ablenkung, etwa durch einen Musiksender, ist sogar zu empfehlen.