Crosstrainer oder Rudergerät?

Viele stellen sich die gerechtfertigte Frage nach der jeweiligen Effizienz – Crosstrainer oder Rudergerät? Effizienz ist allerdings davon abhängig, wie der gewünschte Effekt eigentlich ausgestaltet ist. Und hier scheiden sich die Geister: Rundum-Fitness, Ganzkörperbetätigung, Muskelaufbau an bestimmten Stellen – Muskelaufbau der gesamten Muskelgruppen, Ausdauer und Kalorienabbau sind die meisten die verschiedenen Ansprüche, die durch die jeweilige Verwendung unterschiedlicher Geräte auch zu Hause umgesetzt werden wollen.

Dem Crosstrainer als auch dem Rudergerät wird zu Recht nachgesagt, die Ausdauer zu stärken. Wem es darauf ankommt, für den bleibt es sich gleich. Darüber hinaus soll auch das Rudergerät alle Hauptmuskelgruppen beanspruchen. Vor allem aber sind die Rumpfmuskeln und der Rücken gefordert. Das kommt Menschen mit Rückenproblemen natürlich sehr entgegen. Im Gegensatz zum Rudern im Wasser braucht man den Gleichgewichtssinn beim Rudergerät nicht. Dafür wird aber der Bizeps beim Rudern auf harte Proben gestellt – ob das zum Vor- oder Nachteil gereicht, richtet sich wieder nach dem konkreten Verbraucher. Im Vergleich zu den Armen kommen die anderen Muskelgruppen dabei aber nicht wirklich zum Zug.

Man braucht kein Experte zu sein, um zu sehen, dass das Gerät gerade den Aufbau der Muskelpartie rund um den Oberarm optimal ist. Andere brauchen den verhältnismäßig intensiven Einsatz an dieser Stelle nicht. Beine, Arme und der Rumpf werden beim Crosstrainer hingegen ungefähr gleichermaßen in die Bewegung involviert und sorgen für eine gleichmäßige Belastung bzw. Trainingserfolg am ganzen Körper. Hier trumpft der Crosstrainer außerdem, je nach Modell, mit den vorhandenen Features: Man kann jeweils entscheiden, ob und wie intensiv die Arme beansprucht werden. Es lassen sich diverse Programme mit unterschiedlicher Zielsetzung ausprobieren oder man kann auch rückwärts laufen.

Dagegen wirkt das Rudergerät eher erbärmlich. Dort bleibt für immer alles ziemlich gleich. Die Konzentration kann, aber muss nicht auf die Arme gerichtet werden. Dafür gibt der Crosstrainer für den Rumpf nicht so viel her wie das Rudergerät – auch hier wirkt sich der Crosstrainer gleichmäßig aus. Das Gerät soll allerdings, genauso wie der Crosstrainer, gelenkschonend sein. Hier herrscht wohl Waffengleichheit. Es ist auch zu bedenken, dass Menschen unterschiedliche Präferenzen bei Bewegungsabläufen selber haben. Daher lässt sich niemals sagen, dass ein Gerät besser als das andere ist.

Dem Vergleich erschwerend kommt die unterschiedliche Ausstattung der konkreten Modelle zu: Es sollen bereits solche Rudergeräte mit derart umfassenden Funktionen am Markt angeboten werden, so dass man eigentlich gar nicht mehr von einem Rudergerät sprechen kann. Gemeint sind etwa die „Indoor Rowers“ von Concept2, welche ebenfalls für Ganzkörpertraining konzipiert wurden. Natürlich bewegt man sich hier preislich in einer ganz anderen Liga. Stellt man sich aber dann wieder den Crosstrainer in einer analogen Preisgruppe vor, wird sich dieser ebenso von seinen Mitstreitern für den Hausverbrauch abheben. Wer die Geräte der Fitness-Center von heute kennt, weiß, dass außer dem Crosstrainer für die eingangs erläuterte Zielsetzung kaum etwas gleichkommt.

Möchte man aber zwischen dem klassisch-traditionellen Rudergerät und dem typischen, aber qualitativ passablen Crosstrainer seinen Vergleich ziehen, gilt eingangs Gesagtes. Mit der Unterscheidung „Crosstrainer oder Rudergerät“ sieht man, dass die Zielrichtungen beider unterschiedlich und die Bewegungsabläufe etwas anderer Natur sind.