Crosstrainer oder Laufband?

Die allgemeine Beliebtheit beider Geräte beim privaten Anwender hat seine guten Gründe. Beide sind sehr gut geeignet, die Ausdauer zu erhöhen, Lungenfunktion zu stärken, den Kalorienverbrauch merkbar anzukurbeln, Prophylaxe gegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu betreiben und einen Ausgleich bei mangelnder Bewegung – ohne Knebelverträge in Fitness-Studios und bei jedem Wind und Wetter. Natürlich stellt sich zuvor die Frage: Crosstrainer oder Laufband? Welche Anschaffung entspricht den eigenen Bedürfnissen besser und wo liegen genau die Unterschiede?

Unterschied zwischen Crosstrainer oder Laufband

Im Ergebnis kommen beide Geräte auf etwa dieselben Werte – Kalorienverbrauch und Muskelaufbau unterscheiden sich eher abhängig vom Modell, als von den Differenzen zwischen Crosstrainer oder Laufband selber. Die Unterschiede sind hinsichtlich ihres Grundnutzens also marginal.

Daher darf die Entscheidung zwischen  beiden schon eher von individuellen Gesichtspunkten und angesichts des persönlich verfolgten Ziels entschieden getroffen werden. Möchte man etwa hinsichtlich der Muskeln alle Hauptgruppen erfassen, kann nur der Crosstrainer helfen.

Beanspruchung der Oberkörpermuskulatur: Nur beim Crosstrainer!

Wer möglichst alle Muskelgruppen trainieren will, ist klar mit dem Crosstrainer besser bedient. Nur bei ihm werden – vorbehaltlich der minderwertigeren Ausführungen – alle Muskelgruppen in den Bewegungsablauf mit einbezogen. Ein Laufband ist eben nur zum Laufen da – was jedoch als Betätigung keine Abwertung darstellen soll. Nur: Wer als Bürohengst einen Ausgleich sucht, sollte sich gerade dem Oberkörper widmen.

Ein weiterer Unterschied und zugleich Vorteil des Crosstrainers ist die Schonung der Gelenke. Dieser Gesichtspunkt ist vermutlich für junge Menschen noch eher utopischer Natur oder bei eher seltener Betätigung am Gerät vielleicht ein zu vernachlässigender Faktor. Dabei gilt es allerdings zu betonen, dass eine Abnutzung der Gelenke neben genetischen Ursachen vor allem ein Resultat des gesamten Lebens ist. Auch jungen Personen sollte die unterschiedliche Wirkungsweise der Geräte hinsichtlich ihres Bewegungsapparates bewusst sein. Gerade wenn in genetischer Hinsicht schlechte Vorzeichen vorliegen, sollte man dringend prophylaktisch dem Entstehen ernster Schäden entgegenwirken. Auch hier kann es aber im Extremfall modellabhängig umgekehrt sein: Nicht jeder Crosstrainer ist insofern besser als jedes Laufband – Laufbänder, die eine speziell weiche Dämpfung aufweisen, können im Einzelfall besser sein als ein qualitativ minderwertiger Crosstrainer.

Wohlbefinden beim Training

Diese Frage ist anhand subjektiver Kriterien zu beantworten. Wer es gewohnt ist zu laufen und einfach witterungsunabhängig denselben Effekt von Zuhause aus zu erreichen will, für den stellt sich die Frage selten, ob und inwieweit ein Crosstrainer damit konkurrieren kann.

Der Crosstrainer führt zu einer Eigendynamik in der Bewegung, die mit dem Körper symbiotisch wirkt und sogar als harmonisch empfunden wird. So entsteht dieses Gefühl von Leichtigkeit, welches dazu führt, das Training als angenehmer zu betrachten. Oftmals wird der Unterschied so beschrieben, dass am Laufband ein Schritt abzufedern ist, während am Crosstrainer diese Belastung schlicht hat wegfällt.

Dies ist ein bedeutsamer Faktor für die Zufriedenheit und dafür, wie oft und wie lange man eigentlich trainiert. Insofern kommt es dem Trainingserfolg immens zugute, wenn man über ein höheres Wohlbefinden als beim Laufen berichten kann.

Manche, eher erfahrene Menschen bevorzugen die Kombination beider Geräte. Das lässt sich allerdings nur in einem Fitness-Studio adäquat praktizieren und zählt vielleicht zu den Vorteilen des externen Trainings. Sie stellen die Unterschiede bei dem jeweiligen Gerät vor allem auf der Gefühlsebene fest und resümieren beim Kalorienabbau mit folgendem persönlichen Vergleich: subjektiv wird derselbe Kalorienverbrauch am Laufband als viel mühsamer beklagt.

Kommentare sind deaktiviert.