Crosstrainer oder Ellipsentrainer?

Mit einem Crosstrainer oder Ellipsentrainer werden die Hauptmuskelgruppen trainiert. Im Gegensatz zu Geräten, die auf spezielle Bereiche ausgerichtet sind – wie etwa die Beinmuskulatur beim fingierten oder echten Radfahren, dient er der allgemeinen Fitness seines Benutzers. Als weiterer Effekt arbeitet er damit sehr gut an seiner Ausdauer. In Fitness-Studios ist dieses Gerät nicht wegzudenken, vielmehr sind in jedem guten Haus mehrere davon vorhanden und nicht selten warten andere Kunden schon, bis sie an der Reihe sind. Auch für den Hausgebrauch ist er mittlerweile ein „Basic“ für Menschen, die das Allgemeinbefinden und ihre Gesundheit durch Bewegung stärken. Die Förderung des Fettstoffwechsels ist eine weitere gerechtfertigte Ursache für die kontinuierliche Beliebtheit des Produkts.

Eine weitere Bezeichnung als Crosstrainer oder Ellipsentrainer ist außerdem „Elliptical Cross Trainer“. Gemeint ist oft dasselbe Gerät, das heißt, die Bezeichnungen dienen als Synonym für beide Geräte. Ganz korrekt ist das allerdings nicht. Auch wenn Sinn und Zweck des Crosstrainers derselbe wie beim Ellipsentrainer ist, unterscheidet sich letzter etwas in der Bauart und im Bewegungsablauf. Ersterer ist eindeutig besser für Einsteiger. Man erkennt ihn an der Anbringung des Schwungrads: beim Crosstrainer ist er hinten, beim Ellipsentrainer vorne. Beim Vergleich des Bewegungsablaufs werden mehr Muskelpartien beim Crosstrainer, vor allem im Oberkörper, beansprucht. Das ähnelt dann Joggen oder Steppen. Der Ellipsentrainer braucht weniger Auf-und Abbewegung und kommt Nordic-Walking am nächsten. Es gibt von ihm auch abweichende Modelle, wo man sich von den Bewegungen her ans Langlaufen erinnert fühlt.

Bewegungsfluss contra Anstrengung

Wer das Gefühl der Verwendung noch nicht kennt, der stelle sich vor, er gehe. Dabei dienen ihm zwei Pedalarme zum Festhalten, während er mit den Füßen auf ausgiebigen Trittflächen das Tempo bestimmt. Im Vergleich zum normalen Gehen aber tut man sich hier um einiges leichter, die Geschwindigkeit, den Krafteinsatz und das Durchhaltevermögen anzuheben. Denn der große Vorteil ist: Man spürt die Belastung, das eigene Gewicht des Körpers nicht mehr oder viel weniger. Die schwingende Bewegung fühlt sich fast an, als würde man selber sanft bewegt und hat doch das „Steuer in der Hand“. Man wird von einem Fluss an Bewegung geleitet und schont dabei den Bewegungsapparat. Man fühlt  sich viel „leichter“.

Je besser die Oberkörpermuskulatur ausgebildet ist, desto leichter fällt diese Betätigung. Das hat für den besser Trainierten natürlich seine Vorteile – umso dringender ist es erst recht für die anderen, etwa Menschen mit einer überwiegend sitzenden Tätigkeit, den oberen Bereich zu beanspruchen. Gerade Bürohengste können mit diesem Gerät sehr effektvoll arbeiten. Nicht nur Personen mit Problemen an den Bandscheiben oder diversen Beeinträchtigungen ziehen den Crosstainer oder Ellipsentrainer anderen Trainingsgeräten vor, weitere Informationen zu der Funktionsweise des Crosstrainers finden Sie in diesem Artikel. Er positionierte sich mittlerweile mit einem Marktanteil von 70 Prozent.

Der Crosstrainer oder Ellipsentrainer und sein Preis-Leistungsverhältnis

Die stark divergierenden Anschaffungspreise begründen sich einmal nicht in einer variierenden Ausprägung des Grundnutzens, also keiner Beeinträchtigung des eigentlichen Sinns und Zwecks. Vielmehr sind die Anforderungen der Kundschaft völlig anders, wenn man ein Betreiber eines Fitness-Studios ist, wo auch eine 200 Kilo schwere Person in die Pedale treten können soll oder ob man sich als 40 Kilo schwere Frau zuhause fit halten möchte.

Darüber hinaus sind die Geräte mit Computer ausgestattet, die im Studio solche Funktionen brauchen, die der bloße Hausgebrauch überflüssig macht. So ist es für den privaten Käufer eher unwichtig, wie viele Profile sein Gerät speichern kann.

Der Anschaffungspreis liegt ungefähr zwischen 200 und 7000 Euro – beim Teuersten also das 35-fache. Vor allem ergibt sich der Unterschied durch die Höchstbelastungsgrenze. Für Studios ergäbe sich ein gewaltiges Image-Problem, wenn ein Kunde für die Verwendung zu schwer wäre. Diese Feststellung trifft übrigens der TÜV – nicht der Produzent.

Worauf beim Kauf zu achten ist

Es gibt allerdings einen Punkt der berücksichtigt werden muss, um dem Bewegungsapparat nicht durch die Hintertür in den Rücken zu fallen: der innere Abstand der Pedale. Dieser hat möglichst gering zu sein, ansonsten können nach einer gewissen Zeit Hüftschäden auftreten. Nur Menschen mit bereits ernsthaften Hüft- oder Knieschäden ist der Bewegungsablauf mit dem Gerät nicht mehr zu empfehlen. Sie sind vermutlich sitzend am Fahrradtrainer besser aufgehoben.

Kommentare sind deaktiviert.